Degu – Haltung und Ernährung

Degus sind Rudeltiere und sollten auch nur in Gruppen gehalten werden. Gleichgeschlechtliche Gruppen funktionieren vor allem, wenn sich die Tiere von Geburt an kennen. Bei gemischten Gruppen kommt am besten ein kastriertes Männchen auf drei Weibchen.

Es ist schwierig, ausbruchsichere Degukäfige zu kaufen oder zu bauen. Denn aufgrund des extremen Nagetriebes ist auch Plastik oder Plexiglas nicht vor ihnen sicher. Also bleibt nur Metall und Glas. Ein Terrarium eignet sich daher gut. Die Größe sollte mindestens 1 Kubikmeter für 2-3 Degus nicht unterschreiten. Über viele Versteck- und Klettermöglichkeiten freuen sich die Nager und nutzen sie reichlich. Höhlen sollten eher aus einbruchssicherem Stein sein, aus Holz leben sie nicht lange.

Fütterungstechnisch ist hochwertiges Heu das A und O. Zusätzlich können Kräuter und etwas Gemüse gegeben werden. Ein Salzleckstein hat nichts in dem Käfig zu suchen, da die Tiere aufgrund ihres Nagebedürfnisses zuviel Salz aufnehmen. Auch sollte kein Obst oder sonstiges mit Zucker versetzes Futter gegeben werden, da Degus sehr sensibel zu Diabetes neigen. Die ersten Symptome sind vermehrte Wasseraufnahme und auch unspezifisch Trägheit kann dazu kommen. Im weiteren Verlauf trüben sich die Linsen (Katarakt) und das Tier wird erblinden. Da eine täglich genaue Injektion von Insulin, die einzige Therapie bei Diabetes, bei Nagern nicht möglich ist, sollte von vornherein dieses Risiko minimiert werden.