Chinchilla – Haltung und Ernährung

Chinchillas sollten nicht einzeln gehalten werden. Sie brauchen Artgenossen, der ihre Gewohnheiten und ihre Körper- und Lautsprache mit ihnen teilt. Reine Weibchen- oder Männchengruppen können funktionieren, aber die gemischen Gruppen sind harmonischer. Auf ein kastriertes Böckchen sollten drei Weibchen kommen.

Ein Aquarium oder Terrarium eignet sich nicht für die Chinchillahaltung. Besser sind große Vogelvoliere oder etwas ähnliches Selbstgebautes. Wichtig ist, dass mehr Höhe als Breite vorhanden ist. Für 2 Tiere sollten mindestens 1,50m x 1,50m x 1,00m veranschlagt werden. Chinchillas sind gute Springer, deshalb sollten mehrere Zwischensitzbretter eingezogen werden. Auch verschiedene Schaukeln, Röhrenkonstruktionen, Laufräder und Häuschen werden gerne angenommen. Als Material eignet sich unbehandeltes Holz, dass dann auch angeknabbert werden kann. Weiterhin gehört in jeden Chinchillakäfig ein Sandbad mit speziellem Chinchillasand, der besonders feinkörnig ist.

Gefüttert werden wollen Chinchillas mit Heu und Kräutern. Frischfutter ist für Chinchillas normalerweise ein Tabuthema. Einzige Ausnahme bilden Löwenzahn und Äpfel. Beides darf in kleinen Mengen gereicht werden und die Tiere müssen sehr langsam eingewöhnt werden. Futterumstellungen dürfen bei Chinchillas auf Grund des empfindlichen Gleichgewichts im Darm niemals radikal vorgenommen werden.
Frischfutter sollte nur sehr selten gereicht werden. Zweimal in der Woche ist fast schon das Höchstmaß. Eine kleine Portion pelletiertes Kraftfutter und Haferflocken können ergänzend gefüttert werden. Chinchillas sind besonders anfällig für Kalziummangel, den man dann an weißen Schneidezähnen sieht. Hier sind gelbe Zähne das angestrebte “Ideal”. Wichtig ist noch regelmäßig Äste als Nagematerial zur Verfügung zu stellen.