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Kaninchen – Impfung

Myxomatose

Das ist eine hochansteckende Erkrankung. Das Pockenvirus löst geschwollene Augenlider, Nasen-, Mund- und Genitalschleimhäute aus. Irgendwann sieht das Kaninchen nichts mehr und kann nicht mehr fressen. Leider ist die Krankheit nicht heilbar und die Kaninchen müssen erlöst werden, damit sie nicht verhungern. Das Virus wird über Stechmücken und direkt über Speichel übertragen. Durch die Mücken und durch Frischfutter von draußen sind so auch reine Hauskaninchen gefährdet. Mit den neuen Impfstoffen reichte eine einmalige jährliche Impfung.

RHD – Rabbit Hämorrhagic Disease, Chinaseuche

Die akut tödlich verlaufende Erkrankung zeigt sich vor allem in Blutungen auf der Haut und aus der Nase. Häufig sterben die Kaninchen nach kurzen Anzeichen von Schwäche, Atemnot bis hin zu Erstickungskrämpfen, ohne dass man ihnen noch helfen kann. Die Übertragung erfolgt über Stechmücken und über Grünfutter, zu dem Wildkaninchen Kontakt hatten. Es handelt sich hierbei um eine anzeigepflichtige Erkrankung, gegen die mit einer einmal jährlichen Impfung ein guter Schutz zu erreichen ist.

Kaninchenschnupfen

Kaninchenschnupfen wird als Mehrfaktorenkrankheit neben verschiedenen Viren hauptsächlich durch das Bakterium Pasteurella multocida ausgelöst. Neben dem weißlich-eitrigem Nasenausfluss, der an den Nasenlöchern verklebt, kann man eitrige Bindehautentzündungen und im ganz schlimmen Verlauf Mittelohr- und Lungenentzündungen feststellen. Da diese Erkrankung direkt von Kaninchen zu Kaninchen übertragen wird, ist sie hauptsächlich ein Problem in großen Zuchten, Tierheimen etc. Das hoffentlich zu zweit gehaltene Hauskaninchen, dass keinen Fremdkaninchenkontakt hat, ist kaum durch diese Krankheit gefährdet. Deshalb erscheint mir eine Impfung nicht nötig.